Mit Simulationsmodellen in der Logistik- und Fabrikplanung bessere Entscheidungen treffen

Stellen Sie sich vor, Sie kön­nten Ihre zukün­ftige Logis­tikan­lage testen, bevor sie über­haupt gebaut wird. In einem Sim­u­la­tion­s­mod­ell wird Ihr Sys­tem nicht nur visu­al­isiert, son­dern zum Leben erweckt. Es wer­den Palet­ten bewegt, Behäl­ter gefüllt und Aufträge abgear­beit­et – genau­so wie Sie dies in Ihrem Betrieb beobacht­en kön­nen.  

Fab­rik­sim­u­la­tion und Logis­tik­sim­u­la­tion erlauben es, kom­plexe Prozesse frühzeit­ig virtuell zu durch­denken, Risiken zu erken­nen und fundierte Entschei­dun­gen zu tre­f­fen – lange bevor die erste Anlage bestellt wird. In Zeit­en steigen­der Anforderun­gen an Effizienz, Nach­haltigkeit und Flex­i­bil­ität wird die sim­u­la­tion­s­gestützte Pla­nung damit zu einem wertvollen Entschei­dungswerkzeug für alle Pro­jek­t­beteiligten.

Zwei Mitarbeitende von SOLTIC betrachten eine Simulation in einem Besprechungsraum

Hohe Komplexität in der Logistikplanung

Viele logis­tis­che Fragestel­lun­gen haben vielschichtige Zusam­men­hänge, die nur unter Berück­sich­ti­gung des gesamten Sys­tems beant­wortet wer­den kön­nen:

  • Welche Leis­tungskenn­zahlen wer­den erre­icht? (z. B. Durch­laufzeit, Bestände, Ter­mintreue etc.)
  • Reichen die geplanten Ressourcen unter dem Ein­fluss schwank­ender Kapaz­itäts­be­las­tun­gen?
  • Wie ver­hält sich das Sys­tem unter dem Ein­fluss von Stör­grössen? (z. B. bei Über­last oder Kapaz­ität­saus­fall)
  • Wo entste­hen poten­zielle Eng­pässe, die später Zeit und Geld kosten kön­nen?

So entste­hen frühe Entschei­de auf Basis sauber struk­turi­ert­er, ver­gle­ich­bar­er Konzepte.

Simulationsmodelle schaffen Berechenbarkeit

In der klas­sis­chen Pla­nung wer­den viele Entschei­dun­gen auf Basis von Annah­men getrof­fen: Prozesskenn­zahlen wer­den berech­net, Flächen hergeleit­et und Abläufe fest­gelegt. In einem Umfeld mit kom­plex­er, vol­lau­toma­tisiert­er Intral­o­gis­tik sind die Gren­zen ein­er sta­tis­chen Betra­ch­tung schnell erre­icht. Die Kom­bi­na­tion aus Annah­men und hoher Kom­plex­ität führt zu Unsicher­heit.

Die Logis­tik-Sim­u­la­tion schafft hier Abhil­fe. Sie bildet reale logis­tis­che Abläufe dig­i­tal ab. Pro­duk­te, Anla­gen, Mitar­bei­t­ende und Trans­port­mit­tel wer­den als dynamis­che Ele­mente mod­el­liert und über Mate­ri­alflüsse miteinan­der verknüpft. So entste­ht ein virtuelles Abbild des geplanten Sys­tems, mit dem Ziel, bessere und sicherere Entschei­dun­gen tre­f­fen zu kön­nen.

Simulation Wareneingang und Lager mit Produktionsanbindung

Sim­u­la­tion Warenein­gang und Lager mit Pro­duk­tion­san­bindung

Gründe für Prozessstörungen werden bereits in der Planungsphase sichtbar

Im Gegen­satz zu sta­tis­chen Berech­nun­gen oder Lay­outs zeigen Sim­u­la­tio­nen nicht nur, was passiert, son­dern auch wann und warum. Dadurch wer­den Leis­tungs­fähigkeit, Flächenbe­darf und Investi­tion­srisiken trans­par­ent – ins­beson­dere in frühen Pro­jek­t­phasen, in denen Entschei­dun­gen die Weichen für das gesamte Pro­jekt stellen.

Die Ergeb­nisse:

  • eine belast­bare Entschei­dungs­grund­lage
  • ein gerin­geres Pro­jek­trisiko
  • und die Möglichkeit, Vari­anten objek­tiv miteinan­der zu ver­gle­ichen

Ger­ade bei grossen Investi­tion­spro­jek­ten für Pro­duk­tion­s­stan­dorte oder Logis­tikzen­tren set­zen wir bei SOLTIC auf dynamis­che Sim­u­la­tio­nen. Sie wer­den so in die Lage ver­set­zt, Vari­anten objek­tiv ver­gle­ichen und Entschei­dun­gen auf Basis belast­bar­er Kenn­zahlen tre­f­fen zu kön­nen.

Typische Einsatzfelder in der Praxis

Sim­u­la­tion­s­mod­elle sind viel­seit­ig ein­set­zbar und bieten in allen Phasen der Pro­jek­ten­twick­lung wertvolle Erken­nt­nisse. Typ­is­che Anwen­dun­gen sind:

Logis­tik­pla­nung

  • Ver­gle­ich von Lager­sys­te­men und deren Auswirkung auf Zugriff­szeit­en
  • Testen unter­schiedlich­er Kom­mis­sion­ier­strate­gien
  • Prüfen der Leis­tungs­fähigkeit von ver­ket­teten Anla­gen

Pro­duk­tion­s­pla­nung

  • Analyse der Mate­ri­al­bere­it­stel­lung
  • Auswer­tung der Lin­ien­aus­las­tung und Tak­tzeit­en
  • Ver­gle­ich unter­schiedlich­er Schicht­mod­elle

Dig­i­taler Zwill­ing im Betrieb

  • Verknüp­fung von Echtzeit­dat­en zur kon­tinuier­lichen Verbesserung laufend­er Prozesse

Klarer Prozess – von der Idee zur Entscheidungsvorlage

Schaubild Vorgehensmodell Simulationsmodell Phase 1

Auf­tragsklärung

  • Pro­jek­tziele definieren
    • KPIs
    • Detail­lierungs­grad
    • Erstel­lung Sys­tem­bild
  • Ziel: ein­heitliche Erwartung­shal­tung an das Sim­u­la­tion­sergeb­nis
Schaubild Vorgehensmodell Simulationsmodell Phase 2

Date­nauf­bere­itung

  • Prozes­s­analyse
  • Auf­bere­itung Input­dat­en
  • Def­i­n­i­tion von Szenar­ien
  • Frühe Iden­ti­fika­tion von Schwierigkeit­en
  • Freiga­be durch Auf­tragge­ber
Schaubild Vorgehensmodell Simulationsmodell Phase 3

Umset­zung

  • Mod­el­lieren (in Sprints)
  • Ver­i­fika­tion und Vali­dierung
  • Bericht als Entschei­dungs­grund­lage für das weit­ere Vorge­hen
  • Testen von Szenar­ien
  • Opti­mierungsvorschläge

Der Mehrw­ert ein­er Fab­rik- oder Logis­tik­sim­u­la­tion ist mass­gebend davon abhängig, dass alle Pro­jek­t­beteiligten von der Richtigkeit der Sim­u­la­tion­sergeb­nisse überzeugt sind. Die Erstel­lung ein­er Sim­u­la­tion fol­gt ein­er method­is­chen Vorge­hensweise, die sich­er­stellt, dass Ergeb­nisse nachvol­lziehbar und belast­bar sind. Bei der Zusam­me­nar­beit mit SOLTIC begin­nt daher die Vali­dierung und Ver­i­fika­tion mit der gemein­samen Auf­gaben­klärung (Betra­ch­tungsperime­ter, Detail­lierungs­grad, Test­szenar­ien) und endet mit der gemein­samen Inter­pre­ta­tion der Ergeb­nisse.

  1. Zield­e­f­i­n­i­tion
    Gemein­sam mit den Pro­jek­t­beteiligten wird fest­gelegt, welche Fragestel­lun­gen beant­wortet wer­den sollen – etwa Durch­satz, Flächenbe­darf oder Tak­tzeit­en.
  2. Date­nauf­nahme und Model­lauf­bau
    Rel­e­vante Prozess­dat­en, Lay­outs und Leis­tungspa­ra­me­ter wer­den zusam­menge­führt und in ein virtuelles Mod­ell über­führt.
  3. Szenar­ien-Entwick­lung
    Unter­schiedliche Vari­anten – beispiel­sweise alter­na­tive Lay­outs, Schicht­mod­elle oder Tech­niklö­sun­gen – wer­den mod­el­liert und miteinan­der ver­glichen.
  4. Sim­u­la­tion und Auswer­tung
    Das Mod­ell wird unter real­is­tis­chen Bedin­gun­gen getestet. Dabei entste­hen Kenn­zahlen wie Aus­las­tun­gen, Wartezeit­en oder Mate­ri­alfluss­men­gen.
  5. Visu­al­isierung und Kom­mu­nika­tion
    Die Ergeb­nisse wer­den in Form von Ani­ma­tio­nen, Videos oder Dash­boards auf­bere­it­et und dienen als trans­par­ente Entschei­dungs­grund­lage für die Bauherrschaft und das Pla­nung­steam.
  6. Empfehlung und Inte­gra­tion
    Die gewonnenen Erken­nt­nisse fliessen in die weit­ere Pla­nung ein und kön­nen in BIM- oder Dig­i­tal-Twin-Sys­teme inte­gri­ert wer­den.

Simulation von Betriebsszenarien: der digitale Zwilling

Mit zunehmender Dig­i­tal­isierung der Indus­trie ver­schwim­men die Gren­zen zwis­chen Pla­nung und Betrieb. Sim­u­la­tio­nen sind dabei das Fun­da­ment für den soge­nan­nten dig­i­tal­en Zwill­ing, welch­er laufend mit Dat­en aus dem Betrieb gespiesen wird.

So lassen sich kün­ftige Betrieb­sszenar­ien prüfen oder Opti­mierungsan­sätze direkt bew­erten. Für die Bauherrschaft bedeutet dies: Investi­tio­nen bleiben langfristig flex­i­bel und zukun­ftssich­er.

Simulationsmodell mit KPIs

Sim­u­la­tion­s­mod­ell mit KPIs

Virtuelle Planung mit realer Wirkung bei SOLTIC

Möcht­en Sie Ihre Pla­nung virtuell prüfen und bei der Umset­zung Zeit und Kosten sparen sowie Sicher­heit gewin­nen? SOLTIC ist Ihr kom­pe­ten­ter Part­ner im Bere­ich der Fab­rik- und Logis­tik-Sim­u­la­tion. Gerne set­zen wir unsere Erfahrung, Sys­temken­nt­nis, Pla­nungs- und Real­isierung­sex­per­tise auch für Ihr Unternehmen ein. Informieren Sie sich über unsere Leis­tun­gen im Bere­ich der dynamis­chen Sim­u­la­tion.

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Portrait Nicolas Gerber

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Nico­las Ger­ber
Advanced Con­sul­tant, Advanced Project Man­ag­er

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