AutoStore-Lagersystem: Was es leistet, wie es funktioniert und wann es sich lohnt.
Ein Praxisbericht
Planen Sie ein neues Investitionsprojekt und überlegen, ob ein AutoStore-System in Ihrer Logistik eingesetzt werden sollte? Oder haben Sie sich sogar schon dafür entschieden? AutoStore ist als automatisiertes Kleinteilelager seit Jahren erfolgreich im Einsatz – doch ein etabliertes System allein garantiert noch keinen Projekterfolg. Die entscheidenden Weichen für Wirtschaftlichkeit, Leistungsfähigkeit und Zukunftssicherheit werden früh in der Planung gestellt.
In diesem Beitrag zeigen wir, welche Erfolgsfaktoren bei der Planung eines AutoStore-Lagers wirklich zählen, wo typische Fallstricke liegen und wie Sie Ihre Lieferfähigkeit langfristig sichern und verbessern. Zudem erfahren Sie, wann die Unterstützung eines unabhängigen Planungspartners wie SOLTIC den entscheidenden Unterschied macht.
Wie funktioniert ein AutoStore-System?
Es handelt sich bei AutoStore um ein hochverdichtetes Ware-zu-Person-System. Dieses lässt sich in Bestandsgebäude oder bestehende Intralogistiksysteme integrieren und modular erweitern (mehr Roboter, Ports, Grid, Bins).
AutoStore-Lager
Ob ein AutoStore-System der richtige Schritt ist, lässt sich nicht pauschal beantworten – denn es geht nicht um Standardlösungen, sondern um passgenaue Strategien. In unserer täglichen Praxis sehen wir immer wieder, wie unterschiedlich die Ausgangssituationen sind – und wie gross die Potenziale, wenn Technologie und Prozess wirklich zueinander passen.
Ob stark wachsendes E‑Commerce, anspruchsvolle Ersatzteillogistik oder industrieller Mittelstand: Entscheidend ist nicht die Unternehmensgrösse, sondern die richtige Kombination aus Artikelstruktur, Auftragsprofil und Wachstumszielen. Grundsätzlich ist ein Autostoresystem in folgenden Umgebungen von Vorteil:
- Unternehmen mit hohen Kleinteilevolumina und engen Cut-off-Zeiten
- Unternehmen mit vielen unterschiedlichen, behälterfähigen Artikeln (d. h. passende Abmessungen und Gewichte für die Lagerung in den AutoStore-Bins)
- Geringer verfügbarer Platz
- Wunsch nach Skalierbarkeit der Leistungsfähigkeit der Anlage, was durch die Hinzunahme weiterer Roboter auf das Grid innerhalb weniger Stunden möglich ist
- Ideal bei vorhandener (Bestands-)Hallenhöhe von ca. 8 m
- Betriebe mit Automatisierungserfahrung
Herausforderungen bei der Implementierung
Die Implementierung eines AutoStore-Lagersystems ist kein Standardprojekt. Sie geht einher mit tiefen Eingriffen in gewachsene Prozesse, IT-Landschaften und Organisationsstrukturen. Genau hier trennt sich Technik von echter Leistungsfähigkeit. Folgende Aspekte sind unserer Erfahrung nach kritische Erfolgsfaktoren:
Mit unser Praxiserfahrung wissen wir, wo Projekte ins Stocken geraten können – und vor allem, wie man diese Hürden von Anfang an vermeidet. Mit klarer Struktur, praxiserprobten Methoden und einem tiefen Verständnis für operative Abläufe machen wir aus komplexen Implementierungen planbare, skalierbare Erfolgsgeschichten.
Als Planer unterstützen wir unsere Auftraggeber bei der Beantwortung der Fragen, die sich Unternehmen bei der Entscheidung für oder gegen ein AutoStore-System stellen sollten:
- Wie sind die Logistikprozesse gesamthaft aufgebaut? An welcher Stelle fügt sich ein AutoStore-System sinnvoll in die End-to-End-Prozesslandschaft ein?
- Welche alternativen Lager- und Kommissioniersysteme (automatisiert oder manuell) kommen in Betracht? Wie unterscheiden sich diese im Hinblick auf Prozessleistung und Wirtschaftlichkeit (Business Case)?
- Sind die Artikel hinsichtlich Abmessungen, Gewicht und physischer Eigenschaften für eine behälterbasierte Lagerung geeignet?
- Wie verteilen sich Zugriffshäufigkeiten und Umschlagraten auf Artikelebene (z. B. auf Basis einer ABC-Analyse)?
- Wie hoch ist der aktuelle und zukünftige Stellplatzbedarf? Welche Mindestanlagengrösse ist erforderlich und welche Erweiterungsoptionen sollen langfristig berücksichtigt werden?
- Welche Skalierungs- und Redundanzstrategien (z. B. zusätzliche Roboter, Ports und Behälter) sind vorgesehen? Wie lassen sich Ausbauphasen im laufenden Betrieb technisch und organisatorisch sinnvoll abbilden?
- Wie soll das AutoStore-Lager in die vorhandene IT-Landschaft, vor allem Lagerbestandsverwaltungssysteme, integriert werden?
- Welche brandschutztechnischen Anforderungen sind zu berücksichtigen? Wie sind diese frühzeitig mit Behörden und Sachversicherern abzustimmen?
AutoStore-Lager: Planung und Umsetzung
Die Planung und Umsetzung eines Systems für die Behälterlagerung erfordern ein strukturiertes, ganzheitliches Vorgehen. Technische, prozessuale und wirtschaftliche Aspekte werden von Beginn an eng verzahnt.
Zentraler Erfolgsfaktor für Verfügbarkeit, Transparenz und Durchsatz ist die enge Kopplung zwischen dem WMS und der AutoStore-Steuerung.
AutoStore-Visualisierungen eines SOLTIC-Kundenprojektes
AutoStore-Kosten und Bezug
Als Endkunde kaufen Sie das AutoStore System nicht bei AutoStore selbst, sondern über einen AutoStore-Partner, den sogenannten «Integratoren». Dieser wickelt das Projekt als Lieferant ab und komplettiert die AutoStore-Produkte oftmals mit seiner eigenen Produktpalette (Fördertechnik, ggf. Pick Roboter, diverse Betriebseinrichtungen, WMS Systeme etc.).
Für ein AutoStore-Lager bezahlen Sie jährliche Lizenzgebühren für das Softwarepaket und je AutoStore-Roboter für die Nutzung. Wie bei allen automatisierten Systemen empfehlen wir, einen Service-Vertrag mit dem Integrator bzw. AutoStore-Partner abzuschliessen. Art und Umfang des Vertrages hängt stark von den intern im Unternehmen bereits vorhandenen Ressourcen und dem Know-how ab. SOLTIC unterstützt Sie auch bei der Servicevertragsgestaltung.
Automatisiertes Kleinteilelager AutoStore – Referenzprojekt
Im neuen Logistik- und Servicezentrum des Universitätsspitals Basel (USB) stellt ein AutoStore-System die Versorgung des Spitals mit Verbrauchsmaterialien sicher. Es handelt sich um ein automatisches Kleinteilelager mit 15’000 Behälterstellplätzen.
Erhalten Sie einen Eindruck im Video des Universitätsspitals Basel, Abteilung Engineering:
AutoStore-Alternativen
AutoStore ist zwar ein bekanntes System für die automatisierte Behälter-Lagerung, doch es ist nicht die einzige Lösung. Je nach Lagerstruktur, Artikelvielfalt und Zugriffsmustern können auch andere automatisierte oder halbautomatisierte Systeme wirtschaftlich sinnvoll sein. Ein Vergleich der unterschiedlichen Technologien – von klassischen Regalbediengeräten über Shuttlesysteme bis hin zu massgeschneiderten Fördertechniklösungen – zeigt, welche Systeme in welchem Szenario ihre Stärken ausspielen. So können Unternehmen die für ihre Anforderungen optimale Lagerlösung wählen.
Weitere Behälterkompaktlagerhersteller sind beispielsweise
- Gridstore
- Jungheinrich Powercube
- Ocado Group «The Hive»
- Intellistore
- Volume DIVE
Mit unser Praxiserfahrung wissen wir, wo Projekte ins Stocken geraten können – und vor allem, wie man diese Hürden von Anfang an vermeidet. Mit klarer Struktur, praxiserprobten Methoden und einem tiefen Verständnis für operative Abläufe machen wir aus komplexen Implementierungen planbare, skalierbare Erfolgsgeschichten.
Automatisierung neu gedacht – Ihre Logistik, Ihr Vorsprung
Ein Behälterkompaktlager wie AutoStore steigert Flächeneffizienz, Prozesssicherheit und Skalierbarkeit – wenn Auslegung, IT-Integration und Prozesse stimmen. Mit SOLTIC reduzieren Sie Risiken, schaffen Transparenz im Business Case und stellen sicher, dass die Lösung zu Ihren Abläufen passt, nicht umgekehrt.
Sie möchten Ihre Lagerautomatisierung mit Weitblick starten?

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.
Marc Pietsch
Senior Consultant, Advanced Project Manager








